Ein bewegendes Jahr geht zu Ende und danke für Ihr weiteres Vertrauen in unsere Zusammenarbeit sowie Ihre Impulse.
Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien sowie Mitarbeiter*innen GESUNDHEIT und Zuversicht, dass wir uns alle erkenntnisreich wieder begegnen.
Annekatrin Michler – Die Ändertainerin®
Und hier nun die traditionelle Jahresabschlussgeschichte

Die Karre im Dreck….

Es fuhr einmal ein Wagen durch die Welt. Dieser war schon sehr lange unterwegs. Im Wagen saßen vorn die Wagenlenker und dahinter die Mitreisenden – Junge, Alte, Handwerker und Studierte. Lange hatte eine gute Tradition bestanden. Die Lenker des Wagens unterstützten einander, besprachen gemeinsam Strategien, bereiteten sich gut auf den Weg vor ihnen vor. Sie waren achtsam und bedacht und hatten immer im Sinn, für ihre Mitreisenden das Beste herauszuholen. Oft erzählten sie die Mitreisenden vom Weg, den sie vor sich sahen, sie fragten, welche Geschwindigkeiten gut waren, wie es ihnen geht, was diese brauchten. Und umgekehrt kümmerten sich die Mitreisenden gut um ihre Lenker. Ab und an brachten sie ihnen ein Würstchen vorbei, sangen ihnen fröhliche Lieder, wenn die Lenker müde waren und freuten sich, dass sie von ihnen gefahren wurden.
Doch mit der Zeit veränderte sich die Welt vor dem Wagen. Es wurde grauer, die Wege wurden ruckeliger und auf einmal geriet im Wagen etwas durcheinander. Die Lenker waren hochkonzentriert und vergaßen ihre Mitreisenden zu fragen, oder mit ihnen zu reden. Sie schlugen einfach einen Weg ein, redeten nicht über ihre Unsicherheit, brausten weiter und wirbelten die Mitreisenden hinter ihnen durcheinander. Die Mitreisenden ärgerten sich und kümmerten sich deshalb kaum noch um ihre Lenker. Sie waren unzufrieden und fühlten sich nicht mehr sicher. Später beschimpften sie die Lenker. Sie gaben tausend Ratschläge, Dabei konnten sie den Weg von hinten gar nicht in all seinen Facetten überblicken. Im Wagen wurde es immer lauter und keiner hörte mehr auf den anderen. Im Streit um den richtigen Weg entstand ein Gegeneinander. Die Wagenlenker konnten das Lenkrad nicht mehr fest fassen, verloren an Kraft und…so geschah es, dass die Karre plötzlich im Dreck steckte. Und selbst da kam es im Wagen nicht zur Ruhe. Die Lautstärke, die Beschimpfungen und Schuldzuweisungen nahmen zu. Und die Karre sank immer tiefer…
„Ruhe“ rief da jemand laut und klar. Alle verstummten.
„Wenn wir uns weiter gegenseitig beschuldigen und immer nur vom anderen verlangen, sich anders zu verhalten, bleibt der Wagen stecken. Ich beginne zu prüfen, was ich anders, was ich tun kann.“
Er stieg aus, ging um die Karre herum, krempelte die Ärmel hoch und tat einfach das, was getan werden musste, damit die Karre weiterfahren kann. Nach und nach kamen weitere Lenker und Mitreisende aus dem Wagen heraus und packten schweigend mit an. Füreinander kamen sie ins Schwitzen, miteinander erkannten sie ihre Kraft und erlebten, dass sie die Karre nur gemeinsam aus dem Dreck ziehen konnten.
Als der Wagen wieder rollte, legten sie alle fest, sich wieder auf die alten Traditionen zu besinnen: miteinander reden, einander respektieren, dafür sorgen, dass es dem anderen gut geht und vor
einer Schuldzuweisung zuerst in den eigenen Spiegel schauen.
Verfasser: AKM
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